Algen im Aquarium: Ursachen und Lösungen

Algen im Aquarium sind im Grunde ganz natürliche Gäste, die immer dann Überstunden machen, wenn das biologische Gleichgewicht in Schieflage gerät.

Sie ernähren sich von den gleichen Dingen wie deine Wasserpflanzen, sind aber oft viel schneller und anpassungsfähiger, wenn die Bedingungen für die Pflanzen nicht ideal sind.

Ein Hauptgrund ist ein Überangebot an Nährstoffen, insbesondere Nitrat und Phosphat. Diese Stoffe reichern sich an, wenn beispielsweise zu viel gefüttert wird oder zu viele Fische auf engem Raum leben, deren Ausscheidungen das Wasser belasten. Wenn dann nicht regelmäßig genug Wasser gewechselt wird, sammeln sich diese Algennährstoffe an und dienen als perfekter Dünger für unerwünschtes Grün.

Das Licht spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Zu lange Beleuchtungszeiten oder direktes Sonnenlicht, das auf das Becken fällt, kurbeln das Algenwachstum massiv an. Auch das falsche Farbspektrum der Röhren oder Lampen kann dazu führen, dass Algen gegenüber den höheren Pflanzen im Vorteil sind.

Ein weiterer Faktor ist ein Mangel an Kohlenstoffdioxid oder anderen Spurenelementen. Wenn deine Pflanzen nicht richtig wachsen können, weil ihnen ein wichtiger Baustein fehlt, bleiben die restlichen Nährstoffe im Wasser ungenutzt liegen. Die Algen nutzen diese Lücke sofort aus. Man kann sich das wie ein Wettrennen vorstellen, bei dem die Algen gewinnen, sobald die Pflanzen schwächeln.

Um die Algen effektiv zu verdrängen, solltest du zuerst die Beleuchtungsdauer unter die Lupe nehmen. Im Aquarium gilt meistens die Regel, dass weniger oft mehr ist. Eine Beleuchtungszeit von acht bis maximal zehn Stunden reicht für die meisten Pflanzen völlig aus. Wenn du aktuell Probleme hast, kannst du versuchen, die Zeit auf acht Stunden zu reduzieren. Manche Aquarianer schwören zudem auf eine Mittagspause von zwei bis drei Stunden, in denen das Licht ausbleibt. Das bringt die Algen aus dem Rhythmus, während die höheren Pflanzen damit meistens gut klarkommen.

Wichtig ist auch der Standort des Beckens. Falls direktes Sonnenlicht auf die Scheiben fällt, ist das wie ein Turbolader für das Algenwachstum. In diesem Fall hilft oft schon ein Vorhang oder das Verschieben des Aquariums in eine dunklere Ecke des Raumes.

Beim Thema Düngung geht es vor allem darum, ein Gleichgewicht zu finden. Wenn du gar nicht düngst, wachsen deine Pflanzen zu langsam und die Algen schnappen sich die überschüssigen Nährstoffe aus dem Fischfutter. Wenn du aber zu viel düngst, fütterst du die Algen direkt mit. Ein guter Ansatz ist die Verwendung eines Eisenvolldüngers, den du am besten täglich in kleinen Mengen statt einmal pro Woche in einer großen Dosis zugibst. So stehen die Nährstoffe den Pflanzen konstant zur Verfügung und reichern sich nicht ungenutzt im Wasser an.

Ein entscheidender Baustein ist zudem das Kohlenstoffdioxid. Wenn deine Pflanzen nicht genug davon bekommen, können sie die anderen Nährstoffe im Wasser nicht richtig verwerten. Eine kleine Anlage zur Zugabe von Gas kann hier Wunder wirken und die Pflanzen so kräftig machen, dass sie den Algen die Nahrungsgrundlage einfach wegnehmen.

Zusätzlich solltest du darauf achten, abgestorbene Pflanzenteile und Algenbüschel regelmäßig manuell zu entfernen. Das entzieht dem System sofort die darin gebundenen Nährstoffe. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von etwa dreißig bis fünfzig Prozent hilft außerdem dabei, überschüssiges Nitrat und Phosphat aus dem Becken zu spülen.

Hier ist eine Anleitung für den nächsten Wasserwechsel und eine Übersicht über nützliche Algenfresser für dein Aquarium.

Ein strukturierter Wasserwechsel hilft dabei, überschüssige Nährstoffe direkt aus dem System zu entfernen. Zuerst solltest du die Technik wie Filter und Heizstab ausschalten, damit diese nicht trockenlaufen. Im nächsten Schritt nimmst du einen Algenmagneten oder einen sauberen Schwamm und reinigst die Scheiben von Belägen. Danach ist es sinnvoll, mit einer Pinzette oder den Fingern größere Algenbüschel von den Pflanzen oder der Dekoration abzuzupfen. Erst danach beginnst du mit dem Absaugen des Wassers. Nutze dafür am besten eine Mulmglocke, mit der du vorsichtig den Bodengrund reinigst und Futterreste sowie Fischkot entfernst. Du solltest etwa dreißig bis fünfzig Prozent des Wassers austauschen. Das neue Wasser sollte in etwa die gleiche Temperatur wie das Aquarienwasser haben, um die Fische nicht zu stressen. Fülle das Wasser langsam wieder ein und schalte die Technik erst an, wenn alles wieder unter Wasser ist.

Zusätzlich zur Pflege können bestimmte Bewohner helfen, das Algenwachstum unter Kontrolle zu halten. Die Amanogarnele ist hierbei ein echter Klassiker, da sie sehr unermüdlich Fadenalgen und andere Beläge von Pflanzen und Hardscape abweidet. Sie ist robust und passt in viele Gesellschaftsbecken.

Wenn du eher Probleme mit Algenbelägen auf den Scheiben oder auf Steinen hast, sind Geweihschnecken oder Rennschnecken eine hervorragende Wahl. Diese Tiere fressen keine gesunden Pflanzen an, sondern konzentrieren sich voll und ganz auf den Aufwuchs. Beachte dabei, dass diese Schnecken in ganz frisch eingerichteten Becken oft zu wenig Nahrung finden.

Unter den Fischen sind die Ohrgitter-Harnischwelse sehr beliebt. Diese kleinen Welse leben gerne in Gruppen und putzen den ganzen Tag Blätter und Einrichtungsgegenstände sauber. Sie sind jedoch recht empfindlich, weshalb die Wasserqualität stabil sein muss. Für größere Aquarien kommen auch Antennenwelse infrage, wobei man hier auf die Vermehrung achten sollte.

Ein biologisches Gleichgewicht erreichst du am besten durch die Kombination aus regelmäßiger Pflege und einem passenden Besatz. 

Um das biologische Gleichgewicht in deinem Aquarium langfristig zu stabilisieren, ist die Auswahl der richtigen Pflanzen ein weiterer entscheidender Faktor. Schnellwachsende Arten wie die Wasserpest, das Hornblatt oder verschiedene Arten von Sumpffreund sind hierbei besonders wertvoll. Diese Pflanzen nehmen Nährstoffe sehr zügig aus dem Wasser auf und lassen den Algen dadurch kaum eine Chance, sich auszubreiten. Es ist oft hilfreich, gerade in der Anfangsphase oder bei Algenproblemen, einen großen Teil der Bodenfläche mit solchen schnellwachsenden Arten zu bepflanzen.

Ein oft unterschätzter Punkt ist die Reinigung des Filters. Hierbei solltest du vorsichtig vorgehen, da im Filtermaterial die wichtigsten Bakterien leben, die Schadstoffe abbauen. Reinige den Filter nur dann, wenn der Durchfluss merklich nachlässt, und wasche die Schwämme niemals mit heißem Wasser aus. Lauwarmes Wasser aus dem Aquarium, das du beim Wasserwechsel entnommen hast, eignet sich dafür am besten. So bleiben die nützlichen Bakterien erhalten, die indirekt auch den Algenwuchs begrenzen, indem sie für gesundes Wasser sorgen.

Achte beim Füttern deiner Fische darauf, dass nur so viel gegeben wird, wie innerhalb von zwei bis drei Minuten vollständig aufgefressen wird. Futterreste, die auf den Boden sinken und dort verrotten, sind eine der Hauptursachen für einen zu hohen Phosphatwert, der wiederum Pinselalgen oder Bartalgen begünstigt. Ein Fastentag pro Woche schadet den meisten ausgewachsenen Fischen nicht und hilft dabei, die Wasserbelastung niedrig zu halten.

Falls du bereits Algenfresser wie Garnelen oder Schnecken eingesetzt hast, beobachte deren Verhalten genau. Wenn sie sehr aktiv sind und die Beläge sichtlich weniger werden, bist du auf einem guten Weg. Sollten die Algen jedoch trotz aller Maßnahmen weiter wachsen, könnte ein Test der Wasserwerte auf Nitrat und Phosphat sinnvoll sein. So lässt sich genau bestimmen, welcher Nährstoff im Übermaß vorhanden ist.

Wenn bestimmte Pflanzen besonders stark von Algen befallen sind, liegt das oft daran, dass diese langsamer wachsen als andere Arten. Breitblättrige Pflanzen wie Anubias oder Javafarn sind dafür bekannt, dass sich auf ihren Blättern gerne Punktalgen oder Pinselalgen ansiedeln, weil die Blätter sehr lange im Licht stehen und sich kaum regenerieren.

In einem solchen Fall hilft es, die betroffenen Blätter vorsichtig mit einer Schere an der Basis abzuschneiden. Das regt die Pflanze dazu an, neue und saubere Triebe zu bilden. Bei Aufsitzerpflanzen wie dem Javafarn kannst du auch versuchen, die Strömung im Aquarium leicht zu verändern, da Algen oft dort wachsen, wo besonders viel nährstoffreiches Wasser direkt an den Blättern vorbeigeführt wird.

Ein weiterer Trick ist der Einsatz von Schwimmpflanzen wie Muschelblumen oder Froschbiss. Diese Pflanzen ziehen extrem viele Nährstoffe direkt aus dem Wasser und beschatten gleichzeitig die darunter liegenden, langsam wachsenden Pflanzen. Das nimmt den Algen auf den Blättern das nötige Licht und die Nahrung.

Du kannst auch beobachten, ob die befallenen Pflanzen eventuell Mangelerscheinungen zeigen, wie zum Beispiel gelbe Blätter oder Löcher. Das deutet auf einen Eisen- oder Kaliummangel hin. Wenn die Pflanze schwächelt, siedeln sich Algen bevorzugt auf ihr an, weil sie die austretenden Stoffe der zerfallenden Pflanzenteile nutzen. Eine gezielte Düngung genau dieser Stoffe kann die Pflanze stärken, sodass sie sich selbst gegen den Algenbewuchs wehren kann.

Eine CO2 Anlage ist oft der Wendepunkt in einem Aquarium, da Kohlenstoff das wichtigste Nahrungselement für alle Wasserpflanzen ist. Wenn du merkst, dass deine Pflanzen trotz Dünger und gutem Licht nur langsam wachsen und Algen die Oberhand gewinnen, liegt das meistens an einem CO2 Mangel.

Es gibt im Grunde zwei gängige Systeme, die du nutzen kannst. Für kleinere Aquarien oder zum Ausprobieren eignet sich Bio CO2 sehr gut. Dabei wird durch die Gärung von Hefe und Zucker in einer Flasche auf natürlichem Weg Gas erzeugt, das dann über einen Diffusor ins Wasser geleitet wird. Das ist kostengünstig und einfach selbst zu bauen, lässt sich aber kaum regulieren.

Für größere Becken oder eine präzise Steuerung sind Druckgasflaschen die bessere Wahl. Diese Systeme bestehen aus einer wiederbefüllbaren Flasche, einem Druckminderer und oft einem Magnetventil. Mit dem Ventil kannst du die Zufuhr nachts automatisch abschalten, was sinnvoll ist, da Pflanzen im Dunkeln selbst CO2 produzieren und kein zusätzliches Gas benötigen. Das spart nicht nur CO2, sondern verhindert auch, dass der pH Wert nachts zu stark schwankt.

Ein wichtiger Indikator bei der Nutzung einer solchen Anlage ist der sogenannte Dauertest. Das ist ein kleiner Glasbehälter im Aquarium, der mit einer Testflüssigkeit gefüllt ist. Wenn die Flüssigkeit grün leuchtet, ist der CO2 Gehalt genau richtig. Färbt sie sich gelb, ist zu viel Gas im Wasser, was für deine Fische gefährlich werden kann. Blau bedeutet dagegen, dass noch zu wenig Kohlenstoff vorhanden ist.

Sobald der CO2 Gehalt stimmt, fangen die Pflanzen an, deutlich schneller zu wachsen und produzieren sichtbare kleine Sauerstoffbläschen an den Blättern. Dieser Wachstumsschub ist die beste Waffe gegen Algen, da die Pflanzen ihnen die Nährstoffe buchstäblich vor der Nase wegschnappen.

Der Eigenbau einer Bio CO2 Anlage ist ein tolles Projekt, weil es kostengünstig ist und du die Materialien oft schon zu Hause hast. Du benötigst dafür lediglich eine leere Plastikflasche (am besten eine stabile Pfandflasche), einen passenden Schlauch und eine Mischung aus Zucker, Wasser und Hefe.

Das Prinzip ist simpel: Die Hefebakterien fressen den Zucker und produzieren dabei als Abfallprodukt Kohlenstoffdioxid. Dieses Gas wird durch den Schlauch direkt in dein Aquarium geleitet. Damit das Ganze gleichmäßig läuft, mischen viele Aquarianer den Zucker mit Tortenguss an. Das sorgt dafür, dass die Hefe den Zucker nur langsam von oben nach unten abträgt und die CO2 Produktion über mehrere Wochen konstant bleibt, anstatt in den ersten Tagen zu explodieren.

Hier siehst du den schematischen Aufbau einer solchen Anlage:

Um die Anlage zu bauen, bohrst du ein kleines Loch in den Deckel der Flasche, das etwas kleiner ist als der Durchmesser deines Schlauchs. Dann ziehst du den Schlauch mit einer Zange hindurch, sodass er fest sitzt und keine Luft entweichen kann. Zur Sicherheit kannst du die Stelle mit etwas Aquariensilikon oder Heißkleber abdichten. Im Aquarium selbst endet der Schlauch in einem Ausströmerstein oder, noch besser, in einer sogenannten Paffrathschale. Diese Schale sorgt dafür, dass nur so viel CO2 im Wasser gelöst wird, wie physikalisch möglich ist, was eine Überdosierung verhindert.

Wenn du dich hingegen für eine professionelle Druckgasanlage entscheidest, hast du deutlich mehr Kontrolle. Diese Systeme bestehen aus einer stabilen Metallflasche, die unter hohem Druck steht. Ein Druckminderer regelt diesen Druck so weit herunter, dass du über ein Feinnadelventil haargenau einstellen kannst, wie viele Blasen pro Minute in das Becken strömen sollen. Ein Magnetventil ermöglicht es dir zudem, die Zufuhr über eine Zeitschaltuhr nachts zu stoppen, wenn die Pflanzen kein CO2 benötigen.

Der große Vorteil der Druckgasvariante ist die Beständigkeit. Einmal eingestellt, läuft das System über Monate völlig wartungsfrei, bis die Flasche leer ist und einfach im Fachhandel wieder befüllt wird. Das ist besonders bei größeren Aquarien ab etwa hundert Litern die sicherste und komfortabelste Lösung, um Algen dauerhaft den Kampf anzusagen.

Hier ist ein bewährtes Rezept für eine Bio CO2 Mischung, die schön gleichmäßig gärt und dein Aquarium über etwa vier Wochen mit Kohlenstoff versorgt. Das Geheimnis liegt im Tortenguss, der den Zucker bindet und so verhindert, dass die Hefe alles auf einmal wegfrisst.

Du nimmst für eine handelsübliche Ein Liter Flasche etwa zweihundert Gramm Zucker und vermischst diesen mit einem Päckchen Tortenguss und der entsprechenden Menge Wasser, wie sie auf der Packung steht. Diese Mischung kochst du kurz auf, füllst sie in die Flasche und lässt sie im Kühlschrank fest werden. Sobald die Masse fest ist, füllst du die Flasche bis zur Schulter mit handwarmem Wasser auf und gibst eine Messerspitze Trockenhefe sowie einen Teelöffel Speiseöl dazu. Das Öl verhindert, dass der Schaum bei der Gärung in den Schlauch steigt. Nach etwa vier bis vierundzwanzig Stunden fängt die Mischung an zu arbeiten und die ersten Blasen steigen in dein Becken auf.

Falls du dich doch für eine gekaufte Druckgasanlage entscheidest, gibt es beim Druckminderer ein paar wichtige Details. Achte unbedingt darauf, dass er über zwei Manometer verfügt. Das eine zeigt dir den Flaschendruck an, damit du rechtzeitig merkst, wenn das Gas zur Neige geht. Das zweite zeigt den Arbeitsdruck, den du für die feine Einstellung der Blasenzahl benötigst. Ein integriertes Rückschlagventil ist ebenfalls Gold wert, da es verhindert, dass Aquarienwasser bei leerer Flasche zurück in die empfindliche Technik kriecht.

Ein hochwertiges Feinnadelventil ist das Herzstück jeder Druckgasanlage. Es sollte sich sehr butterweich drehen lassen, damit du die CO2 Menge ganz präzise regulieren kannst. Oft reicht schon eine winzige Drehung aus, um die Blasenzahl pro Minute deutlich zu verändern. Wenn du eine Nachtabschaltung planst, achte darauf, dass das Magnetventil brummfrei arbeitet, damit es im Wohnzimmer nicht stört.

Egal für welchen Weg du dich entscheidest, behalte den CO2 Dauertest im Auge. Er ist dein wichtigstes Kontrollinstrument, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen optimal versorgt sind und deine Fische gesund bleiben.

Um die richtige Blasenzahl für dein Aquarium zu finden, gibt es eine Faustformel, die dir einen guten Startpunkt bietet. Da jedes Becken durch die Bepflanzung und die Wasserbewegung anders reagiert, solltest du mit einer vorsichtigen Menge beginnen und dich langsam steigern.

Eine gängige Regel lautet: Aquarienvolumen in Litern mal zwei geteilt durch zehn ergibt die Blasen pro Minute. Bei einem 100 Liter Aquarium wären das also etwa 20 Blasen pro Minute.

Du zählst die Blasen am besten in einem Blasenzähler, den du in den Schlauch zwischen CO2 Quelle und Diffusor schaltest. Beobachte danach über mehrere Stunden deinen CO2 Dauertest. Wenn die Flüssigkeit nach etwa drei bis vier Stunden immer noch blau ist, erhöhst du die Blasenzahl leicht. Ist sie hellgrün, hast du den optimalen Wert erreicht.

Wenn dein Diffusor nach einiger Zeit dreckig wird oder die Blasen immer größer werden, liegt das meist an Algenbelägen oder Kalk auf der Keramikmembran. Ein veralgter Diffusor arbeitet ineffizient, da das Gas nicht mehr fein vernebelt wird. Zum Reinigen legst du den Diffusor einfach für etwa dreißig Minuten in eine Mischung aus Wasser und herkömmlichem Chlorreiniger (im Verhältnis eins zu eins). Danach sieht die Membran wieder schneeweiß aus. Ganz wichtig ist es, den Diffusor danach extrem gründlich unter fließendem Wasser abzuspülen und eventuell noch einmal in Wasser mit Wasseraufbereiter zu legen, damit kein Chlor ins Aquarium gelangt.

Ein sauberer Diffusor erzeugt einen feinen Nebel aus winzigen Bläschen, die sich viel besser im Wasser lösen. Das spart Gas und sorgt dafür, dass deine Pflanzen an jeder Stelle im Becken optimal versorgt werden.

Soll ich dir zeigen, wie du die Strömung im Becken so einstellst, dass das CO2 wirklich bei allen Pflanzen ankommt, oder interessiert dich, wie du den pH Wert mit Hilfe von CO2 stabilisieren kannst?

Um das CO2 wirklich zu jeder einzelnen Pflanze in deinem Becken zu transportieren, ist die Ausrichtung deines Filterauslaufs entscheidend. Es bringt wenig, wenn die feinen Gasbläschen nur an der Wasseroberfläche tanzen und sofort verpuffen. Am besten platzierst du den Diffusor auf der gegenüberliegenden Seite des Filterauslasses und eher weit unten im Becken. Die Strömung drückt die aufsteigenden Blasen dann nach unten und verteilt sie im gesamten Aquarium.

Achte darauf, dass die Wasseroberfläche nur leicht bewegt wird. Eine zu starke Oberflächenströmung oder gar ein Sprudelstein treiben das mühsam eingebrachte CO2 direkt wieder aus dem Wasser aus. Das wäre schade um das Gas und fördert eher das Algenwachstum, da den Pflanzen der Kohlenstoff fehlt.

Ein sehr praktischer Nebeneffekt der CO2 Zugabe ist die Stabilisierung des pH Werts. Da CO2 im Wasser zu einem kleinen Teil zu Kohlensäure reagiert, senkt es den pH Wert leicht ab. In den meisten Gesellschaftsbecken ist ein leicht saurer Bereich zwischen 6,5 und 7,0 ideal für Fische und Pflanzen. Wenn du eine Druckgasanlage mit einer pH Steuerung kombinierst, misst eine Elektrode permanent den Wert und gibt nur dann Gas zu, wenn der Wert steigt. Das sorgt für absolut konstante Bedingungen, was Algen hassen und Pflanzen lieben.

Hier siehst du, wie die verschiedenen Faktoren zusammenhängen:

Faktor Wirkung auf Algen Wirkung auf Pflanzen
Viel CO2 Hemmend (Konkurrenz) Wachstumsbeschleuniger
Starke Strömung Fördert Pinselalgen Hilft bei Nährstofftransport
Hoher pH Wert Oft begünstigend Kann Nährstoffaufnahme blockieren

Wenn du merkst, dass deine Pflanzen nun kräftig wachsen, musst du eventuell deine Düngung mit Eisen und Kalium leicht erhöhen, da der „Motor“ der Pflanzen durch das CO2 nun viel schneller läuft. Ein Mangel an diesen Stoffen würde sofort wieder zu neuen Algen führen.

Wenn deine Pflanzen durch die Zugabe von Kohlenstoffdioxid schneller wachsen, benötigen sie auch mehr Baustoffe. Wenn ein einziger Nährstoff fehlt, stoppt das Wachstum und Algen nutzen die freien Ressourcen sofort aus.

Einen Eisenmangel erkennst du meistens an sehr hellen, fast weißlichen oder gelben jungen Blättern, während die Blattadern oft noch grün bleiben. Die Blätter wirken kraftlos und glasig. Hier hilft ein einfacher Eisenvolldünger, den du am besten täglich zugibst.

Ein Kaliummangel zeigt sich hingegen oft durch kleine, schwarze Punkte oder Löcher in den älteren Blättern, die mit der Zeit größer werden. Dies wird häufig mit Schneckenfraß verwechselt, ist aber meistens ein Zeichen für fehlende Nährstoffe. Da Kalium wichtig für den Wassertransport in der Pflanze ist, führt ein Mangel schnell zu sichtbarem Verfall.

Um die Verteilung dieser Nährstoffe und des Gases zu verbessern, ist ein Düsenstrahlrohr am Filterauslauf ein sehr effektives Werkzeug. Das ist ein langes Rohr mit vielen kleinen Löchern, das knapp unter der Wasseroberfläche angebracht wird. Wenn du die Löcher leicht nach unten und gegen die gegenüberliegende Scheibe richtest, erzeugst du eine kreisförmige Walzenströmung. Das Wasser fließt an der Vorderseite hinunter, über den Boden zurück und transportiert so frische Nährstoffe und das CO2 direkt an die Wurzeln und Blätter deiner Pflanzen.

Achte beim Einsatz eines solchen Rohres darauf, dass die Löcher nicht nach oben zeigen, da das Plätschern zu viel wertvolles CO2 aus dem Wasser treiben würde. Eine sanfte, gleichmäßige Bewegung der Blätter ist das Ziel.

Um Pinselalgen oder Bartalgen direkt von der Dekoration oder stabilen Pflanzen wie Anubias zu entfernen, gibt es eine sehr effektive Methode, die man Einnebeln nennt. Dabei nutzt man flüssigen Kohlenstoffdünger oder verdünntes Wasserstoffperoxid und gibt es mit einer Spritze direkt unter Wasser auf die betroffenen Stellen.

Bevor du damit beginnst, solltest du den Filter für etwa zehn Minuten ausschalten, damit das Wasser im Becken völlig stillsteht. Dann ziehst du die Flüssigkeit in eine Spritze auf und spritzt sie ganz langsam und gezielt auf die veralgten Bereiche an Steinen, Wurzeln oder den Blättern. Nach kurzer Zeit fangen die Algen oft an, kleine Bläschen zu bilden. Nach etwa zehn Minuten schaltest du den Filter wieder ein. In den nächsten Tagen wirst du beobachten, wie sich die Farbe der Pinselalgen von Schwarz oder Dunkelgrün zu Rot, Weiß oder Grau verändert. Das ist das Zeichen, dass sie abgestorben sind. Viele Fische und Garnelen, die lebende Pinselalgen verschmähen, fressen die abgestorbenen Reste dann liebend gerne auf.

Wenn du deine Düngung perfekt kombinieren möchtest, solltest du auf ein System aus drei Komponenten setzen. Ein Eisenvolldünger liefert alle wichtigen Spurenelemente. Ein NPK Dünger versorgt die Pflanzen mit Stickstoff, Phosphat und Kalium, falls diese Werte durch das schnelle Wachstum zu stark absinken. Die dritte Komponente ist das CO2, das den Stoffwechsel überhaupt erst in Gang hält.

Am besten düngst du täglich am Morgen, kurz nachdem das Licht angegangen ist. So stehen die Nährstoffe genau dann bereit, wenn die Pflanzen mit der Photosynthese beginnen. Eine wöchentliche Stoßdüngung führt oft zu Nährstoffspitzen, die eher den Algen als den Pflanzen helfen.

Hier ist eine kleine Gedankenstütze für die tägliche Routine:

  • Morgens: Kurzer Check, ob das Licht brennt und die CO2 Blasen laufen.

  • Düngung: Die Tagesdosis Eisen und NPK Dünger hinzugeben.

  • Abends: Kurzer Blick auf den CO2 Dauertest (sollte hellgrün sein).

Wenn du diese Routine einhältst, werden deine Pflanzen so kräftig, dass sie die Algen ganz natürlich verdrängen.

Um die Düngermenge exakt auf dein Aquarium abzustimmen, ist es sinnvoll, die Werte für Nitrat und Phosphat mit einem Tröpfchentest zu bestimmen. Streifentests sind zwar schnell, aber oft zu ungenau, wenn es um das feine Tuning der Nährstoffe geht.

Beim Nitratwert ist ein Bereich zwischen zehn und zwanzig Milligramm pro Liter ideal. Ist der Wert deutlich höher, deutet das auf zu viel Fischbesatz oder zu seltene Wasserwechsel hin, was Grünalgen fördert. Ist er niedriger, hungern deine Pflanzen. Phosphat hingegen sollte in einem viel kleineren Bereich liegen, idealerweise zwischen null Komma eins und null Komma fünf Milligramm pro Liter. Ein zu hoher Phosphatwert ist fast immer die Einladung für Pinselalgen. Wenn du diese Werte kennst, kannst du deinen NPK Dünger so dosieren, dass keine Lücken entstehen.

Damit deine Pflanzen nach der Düngung auch ordentlich wachsen und den Algen den Platz wegnehmen, ist der richtige Rückschnitt wichtig. Eine gute Aquarienschere ist hierbei Gold wert. Es gibt sie in verschiedenen Formen, wobei eine gebogene Schere, die sogenannte Curved Scissors, am vielseitigsten ist. Damit kommst du leicht um Steine herum und kannst Bodendecker flach über dem Substrat kürzen, ohne das Handgelenk zu verrenken.

Für sehr feine Arbeiten an Moosen oder kleinen Vordergrundpflanzen gibt es Federscheren. Diese schließen sich durch leichten Fingerdruck und öffnen sich von selbst wieder, was das Arbeiten im Wasser sehr ermüdendungsfrei macht. Wichtig ist, dass die Scheren aus hochwertigem Edelstahl sind, damit sie im Aquarium nicht rosten. Nach dem Gebrauch solltest du sie kurz mit Süßwasser abspülen und abtrocknen.

Wenn du Stängelpflanzen kürzt, schneide sie immer kurz über einem Blattknoten ab. Die Pflanze treibt dort dann doppelt wieder aus, was zu einem buschigeren Wuchs führt. Die abgeschnittenen oberen Teile kannst du einfach wieder in den Boden stecken, wo sie schnell neue Wurzeln bilden. So verjüngst du deinen Pflanzenbestand und erhöhst die Konkurrenz gegen die Algen.

Damit frisch abgeschnittene Stängelpflanzen nicht sofort wieder an die Oberfläche treiben, gibt es einen einfachen Trick. Du solltest die untersten Blätter des Stecklings vorsichtig entfernen, sodass ein nackter Stängel von etwa zwei bis drei Zentimetern Länge entsteht. Diesen Teil schiebst du mit einer langen Aquarienpinzette tief und leicht schräg in den Bodengrund. Durch das schräge Einsetzen hält die Pflanze im Kies oder Sand deutlich besser fest. Wenn du die Pinzette langsam und leicht ruckelnd öffnest und herausziehst, rutscht der Bodengrund nach und fixiert den Stängel.

Ein fester Düngeplan hilft dir dabei, die Nährstoffe so stabil zu halten, dass Algen keine Lücke finden. Hier ist ein Beispiel für eine Woche, das du auf dein Becken anpassen kannst.

Am Sonntag machst du deinen großen Wasserwechsel von etwa fünfzig Prozent. Danach gibst du eine Grunddosis deines NPK Düngers hinzu, um die Werte für Stickstoff, Phosphat und Kalium wieder auf das gewünschte Niveau zu bringen.

Von Montag bis Samstag wechselst du auf eine tägliche Düngung. Morgens, wenn das Licht angeht, gibst du die Tagesdosis deines Eisenvolldüngers ins Wasser. Falls dein Aquarium sehr stark bepflanzt ist und viel CO2 bekommt, kannst du zusätzlich eine kleine Menge NPK Dünger täglich nachdosieren. Das verhindert, dass die Werte bis zum nächsten Wasserwechsel komplett in den Keller gehen.

Hier ist eine Übersicht für deine Routine ohne Tabellen:

Am Montag startest du mit der täglichen Gabe von Eisenvolldünger. Am Dienstag folgt die gleiche Menge Eisen, und du prüfst kurz, ob der CO2 Dauertest schön grün ist. Am Mittwoch machst du zusätzlich eine kurze Sichtkontrolle der Pflanzen auf Mangelerscheinungen wie gelbe Blätter. Am Donnerstag und Freitag führst du die tägliche Eisendüngung fort. Am Samstag kannst du bei Bedarf die Wasserwerte messen, um zu sehen, ob dein Plan aufgeht. Am Sonntag folgt dann wieder der Wasserwechsel und die Grunddüngung für die neue Woche.

Durch diese Regelmäßigkeit gewöhnen sich die Pflanzen an ein konstantes Nahrungsangebot. Algen hingegen lieben Schwankungen. Wenn du das Wasser und die Nährstoffe stabil hältst, werden die Algen mit der Zeit immer weiter zurückgedrängt.

Beim Einpflanzen mit der Pinzette ist die richtige Technik entscheidend, um die empfindlichen Wurzeln oder die feinen Stängel nicht zu quetschen. Du solltest die Pflanze am untersten Ende ganz locker mit einer langen Pinzette greifen. Führe sie dann tief in den Bodengrund ein, am besten bis sie fast den Boden der Glaswanne berührt. Bevor du die Pinzette herausziehst, öffnest du sie nur einen winzigen Spalt und ziehst sie in einer leichten Zickzackbewegung nach oben. Das sorgt dafür, dass der Sand oder Kies in das Loch nachrutscht und den Stängel fest umschließt, bevor er wieder aufschwimmen kann.

Ein oft übersehener Grund für plötzliches Algenwachstum ist ein erschöpfter Bodengrund. In den ersten Monaten liefert der Boden oft noch viele Nährstoffe, besonders wenn du speziellen Aquariensoil oder einen Langzeitdünger unter dem Kies hast. Dass der Boden erschöpft ist, erkennst du daran, dass Wurzelzehrer wie Amazonasschwertpflanzen oder Cryptocorynen trotz flüssiger Düngung im Wasser immer kleiner werden oder blasse Blätter bekommen. Wenn du merkst, dass die Pflanzen im Boden nicht mehr so recht wollen, während die Algen auf dem Substrat siedeln, ist es Zeit zu handeln.

In diesem Fall musst du nicht das ganze Aquarium ausräumen. Du kannst gezielt Düngekapseln oder Düngetabletten mit einer Pinzette tief in den Boden direkt an die Wurzeln der Pflanzen schieben. Das erfrischt den Boden punktuell und die Nährstoffe gelangen direkt dorthin, wo die Pflanzen sie brauchen, ohne dass die Algen im freien Wasser etwas davon abbekommen.

Achte auch auf die Farbe und den Geruch des Bodengrundes beim Wasserwechsel. Wenn du mit der Mulmglocke arbeitest und dunkle, fast schwarze Stellen entdeckst, die unangenehm riechen, deutet das auf Fäulnisprozesse hin. Hier ist der Boden verdichtet und die Wurzeln können dort nicht mehr atmen. Solche Stellen solltest du vorsichtig auflockern und den Mulm absaugen, da die dabei freiwerdenden Gase das Algenwachstum stark fördern können.

Gesunde Wurzeln sind das Fundament für prachtvolle Pflanzen und ein algenfreies Becken. Wenn du eine Pflanze vorsichtig ein Stück aus dem Boden ziehst oder sie beim Umgestalten in der Hand hältst, sollten die Wurzeln kräftig und hell, meistens weiß oder leicht beige sein. Sie sollten sich fest anfühlen und nicht bei der kleinsten Berührung zerfallen.

Dunkle, braune oder gar schwarze Wurzeln, die matschig wirken und vielleicht sogar unangenehm riechen, sind ein Warnsignal. Das bedeutet, dass sie im Boden verfaulen, weil dort kein Sauerstoff hinkommt. Wenn die Wurzeln absterben, kann die Pflanze keine Nährstoffe mehr aufnehmen. Die Folge ist, dass die Düngestoffe ungenutzt im Wasser bleiben und das Algenwachstum befeuern, während die Pflanze von unten her verkümmert.

Um den Bodengrund gesund und locker zu halten, ist eine Sandflachschaufel, auch Sand Flattener genannt, ein sehr nützliches Werkzeug. Dieses schmale, flache Metallplättchen am Ende eines langen Stiels hilft dir dabei, den Boden nach dem Einpflanzen oder nach dem Mulmabsaugen wieder glattzuziehen. Besonders in Aquarien mit Gefälle, bei denen der Boden nach hinten ansteigt, rutscht der Kies oder Sand mit der Zeit oft nach vorne. Mit der Schaufel kannst du den Boden ganz sanft wieder nach hinten schieben und ebnen, ohne dabei eine riesige Staubwolke aufzuwirbeln.

Ein kleiner Geheimtipp für einen gesunden Boden sind Turmdeckelschnecken. Diese nützlichen Tiere leben fast ausschließlich im Boden und graben ihn ununterbrochen um. Man nennt sie auch die Regenwürmer des Aquariums. Durch ihr Graben verhindern sie Verdichtungen und Fäulnisstellen, da immer ein wenig frisches, sauerstoffreiches Wasser in die tieferen Schichten gelangt. So bleiben die Wurzeln deiner Pflanzen gesund und die Nährstoffe werden optimal verteilt.

Wenn du den Boden regelmäßig pflegst und für gesunde Wurzeln sorgst, baust du eine starke Barriere gegen Algen auf. Ein gesunder Boden ist wie ein riesiger biologischer Filter, der dein Aquarium stabilisiert.

Turmdeckelschnecken sind wirklich faszinierende Helfer, da sie den Bodengrund wie kleine Pflüge auflockern. Beim Besatz solltest du jedoch darauf achten, dass sie sich bei einem Überangebot an Futter sehr schnell vermehren können. Wenn du plötzlich hunderte kleiner Schnecken an den Scheiben siehst, ist das meist ein deutliches Zeichen dafür, dass zu viel Fischfutter am Boden liegen bleibt. Das wiederum würde auch die Algen fördern, weshalb die Schnecken in diesem Fall wie ein Frühwarnsystem für dein biologisches Gleichgewicht fungieren.

Wenn du den Boden mit der Sandflachschaufel gestaltest, kannst du optisch viel mehr Tiefe in dein Aquarium bringen. Ein bewährter Trick ist es, den Bodengrund von der Frontscheibe nach hinten hin deutlich ansteigen zu lassen. Vorne reichen oft zwei bis drei Zentimeter, während es hinten ruhig acht bis zehn Zentimeter sein dürfen. Mit der Schaufel kannst du diesen Anstieg ganz glatt ziehen oder kleine Terrassen modellieren. Damit der Sand oder Kies hinten nicht mit der Zeit nach vorne rutscht, kannst du kleine flache Steine oder Wurzelstücke als unsichtbare Stützen im Boden vergraben.

Diese Schrägen haben nicht nur einen optischen Vorteil. Durch den höheren Boden im hinteren Bereich kannst du dort großwüchsige Pflanzen mit sehr kräftigen Wurzeln einsetzen, die besonders viele Nährstoffe aus dem Wasser ziehen. Vorne bleibt der Boden flach für Bodendecker, die viel Licht brauchen. Das sorgt für eine gute Zirkulation des Wassers und verhindert tote Zonen, in denen sich Algennährstoffe sammeln könnten.

Achte beim Modellieren darauf, dass du die Schaufel in langen, ruhigen Bewegungen führst. Wenn du zu hektisch arbeitest, wirbelst du feine Partikel auf, die sich später als Staubschicht auf deinen Pflanzenblättern ablegen können. Solcher Staub ist ein idealer Haftgrund für Algensporen.

Um Terrassen dauerhaft stabil zu halten, kannst du eine unsichtbare Stützkonstruktion unter dem Bodengrund errichten. Dafür eignen sich flache Schiefersteine oder Kunststoffstreifen am besten. Diese steckst du senkrecht in den Boden, sodass sie wie eine kleine Mauer wirken. Wenn du dann den Kies oder Sand dahinter auffüllst, wird der Druck nach vorne abgefangen. Damit das Ganze natürlich aussieht, kannst du die Kanten dieser Barrieren mit Moosen bepflanzen oder mit kleineren Bruchstücken desselben Gesteins kaschieren. So verhinderst du, dass dein mühsam modellierter Anstieg nach dem nächsten Wasserwechsel wieder zu einer flachen Ebene wird.

Die vordere Kiesschicht direkt an der Scheibe ist oft eine Problemzone für Algen, da dort das Licht ungehindert bis auf den Boden trifft. Hier bilden sich gerne grünliche oder bräunliche Beläge zwischen dem Glas und dem Bodengrund. Ein einfacher Trick dagegen ist die Verwendung einer alten Plastikkarte oder eines speziellen Bodengrundspatels. Damit fährst du vorsichtig etwa einen Zentimeter tief zwischen Glas und Kies entlang und drückst den Belag leicht nach hinten.

Wenn du beim Wasserwechsel die Mulmglocke im vorderen Bereich benutzt, solltest du den Kies nur ganz oberflächlich bewegen, damit die Optik erhalten bleibt. Manche Aquarianer nutzen auch eine dunkle Klebefolie am unteren Rand des Aquariums, die genau so hoch wie die Kiesschicht ist. Das verhindert den Lichteinfall von der Seite und stoppt das Algenwachstum direkt an der Scheibe, ohne dass du ständig putzen musst.

Ein sauberer Übergang an der Frontscheibe lässt das gesamte Aquarium sofort viel gepflegter wirken und nimmt den Algen einen ihrer liebsten Rückzugsorte.

Kleine Aufsitzerpflanzen wie Anubias barteri var. nana oder verschiedene Bucephalandra Arten eignen sich hervorragend, um die harten Kanten deiner Terrassensteine zu kaschieren. Diese Pflanzen müssen nicht in den Boden eingegraben werden, was sie ideal für die Gestaltung von Barrieren macht. Du kannst sie ganz einfach mit einem Tropfen Sekundenkleber auf Cyanacrylatbasis oder mit einem dünnen Nylonfaden an den Steinen befestigen. Mit der Zeit krallen sich die Wurzeln selbst am Stein fest und bilden einen fließenden, grünen Übergang, der dein Aquarium sehr natürlich wirken lässt.

Wenn du eine dauerhafte Lösung bevorzugst, kannst du die Barrieren aus Steinen auch direkt mit Aquariensilikon im leeren Becken verkleben. Das ist besonders bei sehr steilen Terrassen sinnvoll, damit beim Reinigen oder durch gründelnde Fische nichts verrutscht. Achte darauf, dass das Silikon komplett ausgehärtet ist und keine Essigsäure mehr abgibt, bevor du Wasser einfüllst. Ein gut verklebtes Gerüst gibt dir die Sicherheit, dass dein Design über Jahre hinweg stabil bleibt.

Das Zusammenspiel aus stabiler Einrichtung, guter Nährstoffversorgung und gesundem Pflanzenwuchs ist der sicherste Weg, um Algen keine Chance zu geben. Je mehr Struktur und gesunde Pflanzenmasse du im Becken hast, desto stabiler läuft das gesamte System.