Quarantänestation für kranke Hühner

Eine gute Quarantänestation

ist das wichtigste Werkzeug, um den restlichen Bestand vor Ansteckungen zu schützen. Der Ort sollte physisch vom Hauptstall getrennt sein, idealerweise in einem anderen Gebäude oder zumindest in einem Bereich ohne direkten Kontakt durch den Zaun. So verhinderst du, dass Erreger durch Staub oder einfaches Schnabelkontaktieren übertragen werden.

Die Unterkunft selbst muss leicht zu reinigen sein. Ein kleiner, transportabler Stall oder eine große Kunststoffbox mit Gitteraufsatz eignen sich gut, da man diese Oberflächen nach der Nutzung gründlich desinfizieren kann. Als Einstreu empfiehlt sich Zeitungspapier oder eine dünne Schicht Sand, da man darauf Veränderungen am Kot sofort erkennt und die Unterlage täglich problemlos austauschen kann.

Bei der Ausstattung solltest du auf Einfachheit setzen. Ein eigener Napf für Futter und eine Tränke sind Pflicht und dürfen niemals zwischen dem kranken Tier und der gesunden Gruppe hin und her getauscht werden. Da kranke Hühner oft frieren, weil sie ihre Körpertemperatur nicht mehr gut regulieren können, ist eine Wärmelampe eine sinnvolle Ergänzung. Achte aber darauf, dass das Huhn auch einen kühleren Bereich im Käfig hat, um nicht zu überhitzen.

Hygiene ist für dich als Halter entscheidend. Versorge das kranke Huhn immer erst nach den gesunden Tieren, um keine Keime an deiner Kleidung oder deinen Schuhen in den Hauptstall zu tragen. Bestenfalls nutzt du für den Quarantänebereich eigene Schuhe oder Überzieher und wäschst dir danach gründlich die Hände.

Die Beobachtung fällt in der Quarantäne leichter. Du kannst genau kontrollieren, wie viel das Tier frisst und trinkt. Bleibt das Huhn dort für mindestens zwei Wochen ohne Symptome, kann es langsam wieder an die Gruppe herangeführt werden.