Das Staubbad der Hühner unter einer Tageslichtlampe.

Ein Staubbad unter einer Tageslichtlampe

beschreibt eine spezifische Verhaltensweise der Hühner, bei der sie gezielt die hellen Bereiche im Stall nutzen, um ihre Gefiederpflege durchzuführen. Künstliche Tageslichtquellen im Stall versuchen, diesen natürlichen Schlüsselreiz zu imitieren, um ein artgerechtes Verhaltensrepertoire zu fördern.

Beim Staubbad scharren die Tiere eine Mulde in das Einstreu oder den Sand, setzen sich hinein und wirbeln das Material mit den Flügeln auf, damit es bis an die Haut dringt. Dies dient der Reinigung von überschüssigem Fett und der Bekämpfung von Parasiten. Wenn Sie in Ihrem Versuchsaufbau Tageslichtlampen verwenden, simulieren diese Lampen für das Huhn einen sonnigen Platz im Freien.

Wissenschaftlich gesehen ist dies ein wichtiger Indikator für das Wohlbefinden. Wenn die Hühner die Bereiche direkt unter den Tageslichtlampen bevorzugt für das Staubbad wählen, zeigt dies, dass sie die Lichtqualität als natürlich und attraktiv wahrnehmen. Sie werden beobachten das die Nutzungsdauer dieser Plätze unter Tageslichtlampen länger ist als in Ställen mit Standardbeleuchtung ist, dies deutet auf eine höhere Lebensqualität hin.

Ein wesentlicher Faktor ist die Regulation der Hautflora und Parasitenabwehr. Durch das feine Material im Staubbad werden überschüssige Lipide, also Hautfette, gebunden und entfernt. Dies entzieht Ektoparasiten wie der Roten Vogelmilbe oder Federlingen die Lebensgrundlage. Die Tageslichtlampe kann zusätzlich keimtötend auf der Hautoberfläche wirken und die Belastung durch Bakterien reduzieren.

Physiologisch gesehen ist das Staubbad oft mit einem Sonnenbad gekoppelt. Die Einstrahlung der Lampe auf die Haut unter den aufgestellten Federn ermöglicht eine effiziente Vitamin-D3-Synthese. Das im Bürzeldrüsensekret enthaltene Provitamin wird in eine verwertbare Form umgewandelt. Wenn die Hühner sich nach dem Staubbad putzen, nehmen sie dieses Vitamin oral auf, was wiederum den Kalziumstoffwechsel massiv unterstützt.

Auf der verhaltensbiologischen Ebene wirkt das Staubbad als Stressventil. In der Gruppenhaltung führt die gemeinsame Nutzung eines attraktiven, hellen Staubbadplatzes zur Synchronisation der Herde. Wenn viele Tiere gleichzeitig dieses Komfortverhalten zeigen, sinkt das allgemeine Aggressionslevel im Stall. Das Staubbad schüttet Endorphine aus, was zu einer Entspannung der Muskulatur und einer Senkung der Herzfrequenz führt. Ein Mangel an geeigneten Plätzen oder fehlende Lichtreize können hingegen zu Frustration und damit zu Federpicken führen.