Hühner sind grundsätzlich sehr robust
und kommen mit Kälte deutlich besser zurecht als mit Hitze. Ihr Federkleid isoliert hervorragend, solange es trocken bleibt. Eine feste Mindesttemperatur gibt es für ausgewachsene Tiere daher nicht unbedingt, solange der Stall trocken und absolut zugfrei ist. Die meisten Rassen vertragen problemlos Temperaturen bis weit unter den Gefrierpunkt.
Ideal ist es jedoch, wenn die Temperatur im Stall nicht dauerhaft unter 5 Grad Celsius fällt. In diesem Bereich gefriert das Trinkwasser nicht, was für die Versorgung der Tiere und deinen Arbeitsaufwand wichtig ist. Zudem müssen die Hühner bei moderaten Temperaturen weniger Energie aus dem Futter aufwenden, um ihre Körperwärme zu halten, was die Eierproduktion stabilisiert.
Gefährlich wird es erst, wenn die Luftfeuchtigkeit im Stall zu hoch ist. Kalte und gleichzeitig feuchte Luft kann bei Hühnern zu Erfrierungen an den Kämmen und Kehllappen führen. Eine gute Belüftung, die die Feuchtigkeit abtransportiert, ohne Durchzug zu erzeugen, ist daher wichtiger als eine Heizung.
Für Küken gelten allerdings ganz andere Regeln. In den ersten Lebenstagen benötigen sie eine Umgebungstemperatur von etwa 32 bis 35 Grad Celsius, da sie ihre Körperwärme noch nicht selbst regulieren können. Diese Temperatur wird dann wöchentlich schrittweise gesenkt, bis sie voll befiedert sind.
Wenn du im Winter merkst, dass deine Hühner sehr inaktiv werden oder das Wasser ständig gefriert, kannst du mit einer dicken Schicht Einstreu aus Stroh oder Spänen nachhelfen, die von unten isoliert.