Die Frage nach der Frequenz von Katzenaugen lässt sich auf zwei Arten beantworten.
Es geht dabei entweder um die Geschwindigkeit der Bildverarbeitung oder um die wahrnehmbaren Farben.
Erstens die zeitliche Auflösung. Damit ist gemeint, wie viele Bilder pro Sekunde das Auge verarbeiten kann. Menschen nehmen ab etwa 50 bis 60 Hertz ein flüssiges Bild wahr. Katzenaugen sind deutlich schneller. Ihre Frequenz liegt bei etwa 70 bis 80 Hertz. Das bedeutet, dass sie sehr schnelle Bewegungen besser erkennen als wir. Ein alter Röhrenfernseher flackerte für Katzen extrem, erst moderne Bildschirme wirken für sie ruhig.
Die Kombination aus flimmerfreiem Licht und Tageslichtspektrum
ist für Katzen aus zwei biologischen Gründen besonders wertvoll.
Erstens geht es um die Geschwindigkeit der Bildverarbeitung. Wie zuvor besprochen verarbeiten Katzenaugen optische Reize schneller als Menschen. Das normale Stromnetz arbeitet mit 50 Hertz, was bedeutet, dass herkömmliche Glühbirnen oder einfache LEDs fünfzigmal pro Sekunde an und aus gehen. Für das menschliche Auge ist das zu schnell, wir sehen ein stetiges Licht. Für eine Katze, die bis zu 80 Bilder pro Sekunde verarbeitet, wirkt eine solche Lampe jedoch oft wie ein Stroboskop in der Disco. Sie sieht ein permanentes, nervöses Flackern. Das kann auf Dauer Stress verursachen, zu Kopfschmerzen führen und die Katze reizbar oder unruhig machen. Eine flimmerfreie Lampe, die mit einer viel höheren Frequenz arbeitet, liefert auch für die schnellen Katzenaugen ein ruhiges und entspanntes Licht.
Zweitens spielt die Lichtfarbe eine Rolle. Tageslichtlampen bilden das natürliche Lichtspektrum der Sonne viel besser ab als warmweiße Wohnzimmerlampen. Das ist für Katzen entscheidend, da sie ultraviolettes Licht sehen können. Viele Dinge in ihrer Umgebung, wie bestimmte Strukturen in Fellen, Urinmarkierungen oder auch Spielzeuge, haben Muster, die nur im UV-Bereich sichtbar sind. Unter normalem Kunstlicht fehlen diese visuellen Informationen, die Umgebung wirkt für die Katze stumpf und kontrastarm. Tageslichtlampen mit UV-Anteil lassen die Wohnung für die Katze wieder natürlich und detailreich aussehen.
Zusätzlich steuert dieses helle, blaustichige Licht den Hormonhaushalt. Es fördert die Produktion von Serotonin und unterdrückt das Schlafhormon Melatonin. Gerade für reine Wohnungskatzen, die weniger natürliches Sonnenlicht abbekommen, hilft dies im Winter gegen Trägheit und Depressionen und stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Soll ich dir noch erklären, warum Katzen manchmal mit scheinbar leeren Ecken im Zimmer starren?
Zweitens das Lichtspektrum. Hier geht es um die Farben. Menschen sehen die Grundfarben Rot, Grün und Blau. Katzen sehen dagegen fast kein Rot. Ihre Welt besteht hauptsächlich aus Blau- und Grüntönen. Rote Gegenstände erscheinen für sie eher grau oder gelblich. Dafür haben Katzen einen Vorteil. Sie können ultraviolettes Licht sehen, welches für Menschen unsichtbar ist. Das hilft ihnen vermutlich dabei, Spuren von Beutetieren besser zu erkennen.
Zusammenfassend haben Katzenaugen eine höhere zeitliche Frequenz, sie sehen also schneller als wir, nehmen aber weniger bunte Farben wahr.
Das Sehen im Dunkeln
ist die eigentliche Superkraft von Katzen. Sie können zwar nicht in absoluter Finsternis sehen, aber sie kommen mit etwa einem Sechstel der Lichtmenge aus, die ein Mensch bräuchte. Das liegt an drei besonderen Anpassungen.
Das auffälligste Merkmal ist das sogenannte Tapetum lucidum. Das ist eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut, die wie ein Spiegel funktioniert. Licht, das ins Auge fällt und nicht sofort verarbeitet wird, wird von dieser Schicht zurückgeworfen und passiert die Netzhaut ein zweites Mal. Das verdoppelt die Chance, etwas zu sehen. Genau dieser Effekt sorgt auch dafür, dass Katzenaugen grünlich oder gelblich leuchten, wenn sie nachts angeleuchtet werden.
Zusätzlich ist der Aufbau der Netzhaut anders. Das Auge besitzt zwei Arten von Sinneszellen, Stäbchen für Helligkeit und Zapfen für Farben. Katzen haben eine extrem hohe Anzahl an Stäbchen, viel mehr als Menschen. Dadurch reagiert ihr Auge viel empfindlicher auf geringes Licht und Bewegungen, auch wenn sie dafür Farben schlechter erkennen.
Der dritte Punkt ist die Pupille. Die senkrechte Schlitzpupille der Katze kann sich bei Helligkeit extrem eng zusammenziehen, um das empfindliche Auge zu schützen. Im Dunkeln öffnet sie sich jedoch fast kreisrund und so weit, dass sie fast die gesamte Iris verdeckt. Dadurch gelangt die maximal mögliche Menge an Licht ins Auge.
Diese Kombination macht die Katze zum perfekten Jäger in der Dämmerung und bei Nacht.
Wie der Tastsinn der Schnurrhaare funktioniert?
Die Schnurrhaare, in der Fachsprache Vibrissen genannt, sind weit mehr als nur Haare. Sie sind hochempfindliche Tastwerkzeuge, die tief in der Haut verankert sind.
Anders als normales Fell stecken Schnurrhaare in einer speziellen Wurzelkapsel, die mit Blut gefüllt ist und von extrem vielen Nervenenden umgeben wird. Wenn ein Schnurrhaar auch nur minimal berührt wird, bewegt es sich wie ein Hebel in diesem Blutpolster. Diese Bewegung verstärkt den Reiz und leitet ihn sofort an das Gehirn weiter. Das System ist so fein, dass Katzen damit sogar Luftströme spüren können, die entstehen, wenn eine Maus vorbeirennt, ohne sie zu berühren.
Die wichtigste Funktion ist die räumliche Orientierung. Da die Schnurrhaare meist genau so breit sind wie der Körper der Katze, nutzt sie diese als Abstandsmesser. Wenn die Haare nirgendwo anstoßen, weiß die Katze im Dunkeln, dass sie durch eine Lücke passt, ohne stecken zu bleiben.
Zusätzlich gleichen sie eine Schwäche der Katzenaugen aus. Katzen sind auf sehr kurze Distanz, also direkt vor ihrer Nase, fast blind. Wenn sie eine Beute gefangen haben, können sie diese oft gar nicht scharf sehen. Stattdessen tasten sie mit den Schnurrhaaren an der Schnauze und sogar an den Vorderbeinen genau ab, wo sich die Beute befindet und wie sie sich bewegt, um den tödlichen Biss präzise zu setzen.
Auch über den Augen sitzen solche Tasthaare. Sie lösen sofort einen Lidschlussreflex aus, wenn sie berührt werden, und schützen so die empfindlichen Augen vor Ästen oder Verletzungen im Gestrüpp.
Wenn deine Katze regungslos eine leere Wand oder eine dunkle Zimmerecke anstarrt,
wirkt das auf uns Menschen oft etwas unheimlich, fast so, als würde sie Geister sehen. Die Erklärung liegt aber in ihren extrem feinen Sinnen, die unseren weit überlegen sind.
Meistens ist der Auslöser das Gehör. Wie schon erwähnt, können Katzen viel höhere Frequenzen wahrnehmen als wir, bis in den Ultraschallbereich. Wenn sie eine Wand anstarren, hören sie oft Dinge, die für uns völlig lautlos sind. Das kann das Kratzen einer Maus tief im Mauerwerk sein, das Rauschen von Wasser in einem Heizungsrohr, das Surren von Elektrizität in einer Leitung oder sogar das Krabbelgeräusch eines kleinen Käfers unter dem Boden. Sie richten ihre Ohren wie Radarschüsseln aus und verharren in absoluter Stille, um das Geräusch genau zu lokalisieren.
Auch die Augen spielen eine Rolle. Da Katzen extrem empfindlich auf kleinste Bewegungen reagieren, sehen sie Dinge, die unser Gehirn einfach ausblendet. Das kann ein winziges Staubkorn sein, das in einem Lichtstrahl tanzt, oder ein kaum sichtbarer Schatten, der durch einen Luftzug entsteht.
Dazu kommt die Fähigkeit, ultraviolettes Licht zu sehen. Für eine Katze ist eine weiße Wand vielleicht gar nicht rein weiß. Manche Farben, Tapetenkleister oder Reinigungsmittel reflektieren UV-Licht. Wo wir nur eine leere Fläche sehen, sieht die Katze vielleicht Muster oder Streifen, die sie interessant findet und genau untersucht.
Es ist also meistens einfach der Jagdinstinkt. Die Katze friert ein, um alle Sinne auf ein potenzielles Beutetier zu fokussieren, das wir weder sehen noch hören können.
Möchtest du zum Abschluss noch einen Tipp, wie man dieses Wissen für das richtige Spielzeug nutzen kann?
warum Katzen ihren Kot manchmal vergraben und manchmal offen liegen lassen?
Das Verhalten der Katze auf der Toilette ist tatsächlich eine Form der Kommunikation und hat viel mit Rangordnung und Sicherheit zu tun.
Wenn eine Katze ihren Kot vergräbt, ist das der Normalfall und ein tief verankerter Instinkt. In der Wildnis vergraben Katzen ihre Hinterlassenschaften, um ihren Geruch zu tarnen. Das hat zwei wichtige Gründe. Zum einen wollen sie keine Feinde oder größeren Raubtiere anlocken. Zum anderen ist es ein Zeichen der Unterordnung gegenüber dominanteren Artgenossen. Wer seinen Kot vergräbt, signalisiert, dass er keinen Streit sucht und das Revier nicht beansprucht. Bei Hauskatzen zeigt das Vergraben meistens, dass sie sich wohlfühlen und die Menschen als die Versorger im Haus respektieren.
Lässt eine Katze ihren Kot dagegen offen obenauf liegen, ist das oft eine bewusste Demonstration. Es dient als visuelle und vor allem geruchliche Markierung. In der Natur machen das oft dominante Katzen an den Grenzen ihres Reviers, um Rivalen zu zeigen, dass dieses Gebiet besetzt ist. Es ist also eine Geste von Selbstbewusstsein oder Dominanz.
Manchmal gibt es aber auch ganz praktische Gründe, wenn der Kot nicht vergraben wird. Wenn das Katzenklo zu klein ist, das Streu unangenehm an den Pfoten ist oder die Katze Schmerzen, zum Beispiel Arthrose, hat, versucht sie den Toilettengang so kurz wie möglich zu halten und spart sich das Scharren.
Da wir nun wissen, dass Katzenaugen auf schnelle Bewegungen spezialisiert
sind und besser Blau und Grün sehen, kannst du das Spielzeug viel gezielter auswählen.
Achte bei der Bewegung auf das Tempo. Da Katzen eine höhere Bildfrequenz verarbeiten, wirken langsame, gleichmäßige Bewegungen für sie oft langweilig und unecht. Bewege Spielangeln stattdessen ruckartig und unvorhersehbar. Das schnelle Starten und Stoppen imitiert eine echte Maus viel besser und aktiviert sofort den Jagdinstinkt, da das Katzenauge genau auf diese plötzlichen Veränderungen programmiert ist.
Bei der Farbe solltest du Spielzeug in Blau, Grün oder Violett bevorzugen. Ein rotes Spielzeug auf einem grünen Teppich ist für eine Katze schwer zu erkennen, da für sie beides ähnlich grau oder gelblich wirkt. Ein blaues Spielzeug hebt sich dagegen stark ab.
Nutze auch das feine Gehör. Spielzeuge, die helle Raschelgeräusche oder hohes Fiepen erzeugen, sprechen genau den Frequenzbereich an, in dem Katzen ihre Beute orten.
Ein wichtiger Hinweis noch zum Laserpointer. Er ist zwar beliebt, weil er sich schnell bewegt, aber er kann frustrieren. Da die Katze den roten Punkt nie tasten oder fangen kann, fehlt das Erfolgserlebnis. Besser ist es, das Spiel mit einem echten Gegenstand zu beenden, den die Katze mit ihren empfindlichen Pfoten und Schnurrhaaren greifen kann, oder ihr am Ende ein Leckerli zu geben, um den Jagderfolg zu simulieren.
Ich hoffe, diese Informationen helfen dir dabei, deine Katze noch besser zu verstehen. Wenn du in Zukunft weitere Fragen hast, melde dich einfach wieder.
Ich hoffe, dieser kleine Ausflug in die Sinneswelt und das Verhalten der Katzen war interessant für dich.
„Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Bis zum nächsten Beitrag hier auf Tageslichtlampen24.de.“
Ihr Max Höppner