Hühnerkrankheiten erkennen und bekämpfen.

Hühner zeigen Unwohlsein oft sehr subtil,

da sie als Beutetiere Schwäche instinktiv verbergen. Wenn ein Huhn jedoch aufgeplustert in der Ecke steht, den Kopf hängen lässt oder die Augen häufig schließt, ist das ein ernsthaftes Warnsignal für allgemeines Unwohlsein oder Infektionen.

Ein sehr häufiges Anzeichen für Parasiten wie die Rote Vogelmilbe oder Federlinge ist ständiges Putzen, Unruhe in der Nacht oder das Meiden des Stalls. Bei einem Befall mit Würmern wirken die Tiere oft matt, verlieren an Gewicht trotz normaler Futteraufnahme und zeigen blasse Kämme. Hier helfen regelmäßige Entwurmungen und eine gründliche Reinigung sowie Desinfektion des Stalls.

Atemwegserkrankungen erkennt man an rasselnden Geräuschen, Niesen oder Ausfluss aus der Nase. In solchen Fällen ist es wichtig, das betroffene Tier zu isolieren, um eine Ausbreitung im Bestand zu verhindern. Frische Kräuter wie Thymian oder Salbei im Futter und eine staubfreie Einstreu unterstützen die Genesung.

Bei Verdauungsproblemen wie Kokzidien ist meist wässriger oder blutiger Kot ein deutliches Symptom. Hier ist Schnelligkeit gefragt, da besonders Jungtiere schnell austrocknen. Sauberes Trinkwasser mit Vitaminzusätzen und gegebenenfalls Medikamente vom Tierarzt sind dann notwendig.

Ein weiteres ernstes Problem ist die Legenot, bei der das Huhn breitbeinig läuft, den sogenannten Pinguingang zeigt und vergeblich versucht, ein Ei zu legen. Wärme und vorsichtige Massagen können helfen, oft ist aber ein Eingriff durch Fachpersonal nötig.

Grundsätzlich gilt als erste Maßnahme immer die Trennung kranker Tiere von der Gruppe, die Sicherstellung von hochwertigem Futter und sauberem Wasser sowie eine genaue Beobachtung des gesamten Bestandes.