Empfohlene Hühnerrassen | Tageslichtlampen24.de

Leitfaden zur Hühnerauswahl

Wenn Sie Hühner halten möchten, sollten Sie sich zunächst fragen, welche Eigenschaften Ihnen am wichtigsten sind. Geht es Ihnen um eine hohe Eierproduktion, um Fleischqualität, um ein besonders ruhiges Verhalten oder um die Robustheit der Tiere? Unser Leitfaden hilft Ihnen, die passende Rasse zu finden.

Die passende Hühnerrasse richtet sich vor allem nach dem verfügbaren Platz, der gewünschten Legeleistung und danach, wie zahm die Tiere werden sollen.
Für Einsteiger und Familien eignen sich besonders robuste Zweinutzungsrassen. Das Bielefelder Kennhuhn gilt als ausgesprochen ruhig, fliegt kaum und legt rund 200 bis 230 große Eier im Jahr. Durch sein hohes Gewicht reicht oft schon ein niedriger Gartenzaun von etwa 1,20 Metern Höhe. Ähnlich unkompliziert ist das Vorwerkhuhn, eine traditionelle deutsche Rasse mit markantem gold-schwarzem Gefieder. Es legt um die 170 Eier pro Jahr, ist wetterhart und sucht sich im Freilauf gerne selbst Futter.
Wer primär zahme Tiere für Kinder oder einen kleineren Garten sucht, greift gerne zu Zwerghühnern. Seidenhühner zeichnen sich durch ihr fellartiges Gefieder und ihr zutrauliches Wesen aus. Sie können gar nicht fliegen, scharren den Garten deutlich weniger um und eignen sich hervorragend für Anfänger, legen mit rund 80 bis 100 kleinen Eiern pro Jahr jedoch spürbar weniger. Auch Zwerg-Orpington oder Zwerg-Welsumer sind beliebte, sanfte Gartenbewohner.

In der Spitzenklasse mit rund 280 bis weit über 300 Eiern pro Jahr liegen kommerzielle Legehybriden wie Lohmann Brown oder weiße Leghorn-Hybriden. Diese Tiere sind auf maximale Effizienz gezüchtet, verbrauchen vergleichsweise wenig Futter und legen fast täglich ein Ei. Bei den reinen Rassehühnern erreichen ursprüngliche Leghorn sowie reinrassige Italiener Spitzenwerte von rund 200 bis 240 Eiern jährlich. Sie sind schlank gebaut, sehr flink und aktiv, benötigen aber wegen ihres Temperaments einen höheren Zaun.

Im Bereich der guten bis sehr guten Legeleistung mit rund 180 bis 230 Eiern im Jahr stehen vor allem die klassischen Zweinutzungsrassen. Das Bielefelder Kennhuhn legt zuverlässig große, braune Eier und bleibt dabei ausgesprochen ruhig und zutraulich. Ähnlich ergiebig sind Sussex-Hühner mit etwa 180 bis 200 Eiern sowie Australorps, die für ihre exzellente Legeleistung von über 200 dunkelbraunen Eiern bekannt sind und sich kaum durch Wetterumschwünge aus der Ruhe bringen lassen. Auch Rhodeländer und New Hampshire zählen zu dieser verlässlichen Gruppe.

Eine mittlere Legeleistung mit etwa 140 bis 170 Eiern pro Jahr bieten traditionsreiche Landhühner wie das Vorwerkhuhn oder Araucana, die für ihre auffälligen türkisen Eier geschätzt werden. Diese Hühner sind robust, wetterfest und suchen sich einen großen Teil ihrer Nahrung selbst im Auslauf.

Eine geringe Legeleistung von unter 120 Eiern im Jahr findet sich vor allem bei Zierrassen und schweren Fleischrassen. Seidenhühner legen im Schnitt nur 80 bis 100 kleine Eier, glänzen dafür aber durch ihr friedliches Wesen und ihre Eigenschaft als verlässliche Glucken zur Naturbrut. Auch Riesen wie Brahma oder Cochin legen zugunsten ihres enormen Körperbaus meist nur etwa 120 bis 140 Eier jährlich.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die beste Rasse für Sie hängt stark von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Informieren Sie sich vor der Anschaffung gut, um die Hühner zu finden, die am besten zu Ihnen und Ihren Haltungsbedingungen passen.